„Mittelpunkte - Rathäuser in unserer Stadt“

Diese vom ehemaligen Oberbürgermeister Küchler angeregte und vom jetzigen Oberbürgermeister Buchhorn befürwortete Ausstellung zeigt die Entwicklung der Verwaltungsstandorte von 1815 bis zum neuen Leverkusener Rathaus. Die Ausstellung war aufwendig vorbereitet worden und konnte am 22.05.2010 im Rathausgebäude der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Sie fand Beachtung und Anklang – sowohl bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt wie bei der Bevölkerung. Ergänzt wurde die Ausstellung durch einen Vortrag von Dr. Hans-Eckart Krajewski: „Drei Rathäuser in 100 Jahren – Das Leverkusener Rathaus und die Stadtmitte“. Dr. Krajewski war von 1990 bis 2006 Baudezernent der Stadt Leverkusen.

Zunächst war die Ausstellung auf der Etage des Oberbürgermeisters gezeigt worden. Danach wanderte sie ins Bürgerbüro, wo sie noch eine Weile zu sehen sein wird.

Gerade die Geschichte der kommunalpolitischen „Mittelpunkte - Rathäuser in unserer Stadt“ – so der Titel, den die „Ausstellungsmacher“ aus dem Bergischen Geschichtsverein Abteilung Leverkusen-Niederwupper, dem Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. Leverkusen und der Stadtgeschichtlichen Vereinigung e.V. Leverkusen sowie dem Stadtarchiv Leverkusen ihrer Präsentation gegeben haben – zeigt wichtige Entwicklungslinien der heutigen Stadt Leverkusen. Rathäuser oder ihre Vorgängereinrichtungen sind Zeugnisse der spezifischen Stadtgeschichte.

Der Trägerverein Villa Römer - in der Nachfolge des 1994 gegründeten gleichnamigen Arbeitskreises - ebenso wie die drei Geschichtsvereine, die sich seit Jahrzehnten für die Belange der Leverkusener Stadtgeschichte einsetzen, haben dieses Thema gern aufgegriffen.


Inhalte der Ausstellung

Die Stadt Leverkusen feierte 2010 ihr 80jähriges Bestehen. aber das heutige Leverkusen mit seinen Stadtteilen ist aus einer Vielzahl älterer Gemeinden und Städte mit jeweils einer eigenen Geschichte und eigenen Verwaltungsmittelpunkten zusammengewachsen.

Anfang des 19. Jahrhunderts hatten die Repräsentanten der Gemeinden und Vorsitzenden der Gemeindeverwaltungen nur Amtssitze in ihren Wohnungen. Die Gemeinderäte tagten in Gaststätten. Repräsentative Bauten waren die Ausnahme. Funktional für  Repräsentation und Verwaltung gebaute Rathäuser gab es selten. Erst mit dem steigenden Selbstbewusstsein der Bürger entstanden öffentliche Bauten als Entscheidungs- und Verwaltungszentren der Gemeinden auf dem heutigen Stadtgebiet. Zusätzliche Schwierigkeiten entstanden aus häufig wechselnder kommunaler Zugehörigkeit.

Beteiligung oder gar Mitbestimmung der Bürger, geschweige denn der Bürgerinnen, war ein langwieriger Prozess. Eine demokratische Regierungsweise kam erst mit der Abschaffung des preußisch-deutschen Obrigkeitsstaates nach dem 1. Weltkrieg realpolitisch in Gang, wurde dann jäh durch die NS-Diktatur zerstört und konnte erst nach dem 2. Weltkrieg neu aufgenommen bzw. fortgesetzt werden.

Es war ein langer Weg bis zur Eröffnung des dritten Rathauses in Wiesdorf, wo heute Ratsentscheidungen getroffen werden.

Die Ausstellung „Mittelpunkte - Rathäuser in unserer Stadt“ zeichnet die Entwicklungslinien der heutigen Stadt Leverkusen nach. Die vielfältigen kommunalen Verbindungen und Veränderungen werden schwerpunkthaft unter drei Aspekten dargestellt: die Gebäude, in denen Amtsstuben, Bürgermeistereien oder Rathäuser waren, Biografien der Bürgermeister bzw. Gemeindevorsteher sowie wichtige Ereignisse ihrer jeweiligen Amtszeit

Einen vierten Schwerpunkt bildet die neue Stadtmitte mit integriertem Rathaus, das - wie seine Vorgängerbauten - Mittelpunkt des Stadtgeschehens in Leverkusen sein soll."

Karten und Zeittafeln geben weitere Informationen zur Entwicklung der Kommunalpolitik bis hin zum demokratischen Gemeinwesen mit Bürgerinnen und Bürgern.

Beispiele aus der Wechselausstellung:

Leverkusen 2010: Die Rathaus-Galerie
(PDF / ca. 6,8 MB)

Wiesdorf - Stadtmitteplanung 1917/18
(PDF / ca. 3,4 MB)